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Anerkennungsverfahren

Im „Anerkennungsverfahren“ prüft die sogenannte zuständige Behörde in Deutschland, ob Ihr ausländischer Berufsabschluss (Berufsabschluss stellt die fachlichen und sozialen Kompetenzen dar, die erwartet werden, um einen bestimmten Beruf ausüben zu können) mit einem deutschen praktisch identisch ist und ob es Unterschiede gibt. Das Verfahren wird auch „Gleichwertigkeitsprüfung“ genannt. Die zuständige Stelle prüft Ihre Unterlagen in der Regel innerhalb von 3 bis 4 Monaten, wenn sie vollständig eingereicht wurden. Wie das Anerkennungsverfahren genau funktioniert und wo Sie sich genau informieren können, erfahren Sie auf dem Portal „Anerkennung in Deutschland“.

Ihr ausländischer Berufsabschluss wird anerkannt, wenn er mit dem deutschen vergleichbar ist. Wenn bei der Gleichwertigkeitsprüfung große Unterschiede festgestellt werden, hängt es von der Art des Berufs ab:

Bei nicht reglementierten Berufen wird die Berufsqualifikation in gewissem Maße wahrgenommen, wenn Teile der Ausbildung gleichwertig sind und andere nicht. Der Hauptunterschied zum deutschen Referenzberuf ist, dass der Referenzberuf (auch: Referenzqualifikation) eine deutsche Berufsqualifikation bedeutet. Im Anerkennungsverfahren wird die ausländische Qualifikation der deutschen Referenz gegenübergestellt und auf Gleichwertigkeit geprüft. Die Feststellung des Referenzberufs gilt für reglementierte und nicht reglementierte Berufe wird Ihnen in einem Bescheid mitgeteilt. Massive Abweichungen können Sie in der Regel mit einer Anpassungsqualifizierung ausgleichen. Sie können dann einen Folgeantrag stellen, um ein vollständiges Anerkennungsverfahren zu erhalten.

Bei reglementierten Berufen wird die zuständige Behörde eine Ausgleichsmaßnahme beschließen, mit der Sie die primären Unterschiede ausgleichen können. Unter der Voraussetzung, dass Sie die Ausgleichsmaßnahme durchführen, ist die Verhältnismäßigkeit nicht vollständig hergestellt. Es werden dann weitere Standards für die Berufszulassung geprüft. Das Ergebnis des Anerkennungsverfahrens wird in einem Anerkennungsbescheid mitgeteilt (Fachkräfte, die ihren Abschluss nicht in Deutschland erworben haben, müssen häufig ein Anerkennungsverfahren durchlaufen, bevor sie arbeiten dürfen). Im Anerkennungsverfahren wird geprüft, ob der ausländische Abschluss die Voraussetzungen für die Zulassung zum deutschen Arbeitsmarkt erfüllt. Nach der Prüfung erhalten die Kandidaten einen Anerkennungsbescheid. Das Dokument zeigt, ob die ausländische Berufsqualifikation mit einem deutschen Referenzberuf vollständig gleichgestellt ist.

Um in Deutschland in einem reglementierten Beruf zu arbeiten, sollte Ihre berufliche Qualifikation als gleichwertig angesehen werden. Um in einem nicht-reglementierten Beruf zu arbeiten, müssen Sie aus 33% der Länder (Drittländer sind Länder, die außerhalb eines internationalen Abkommens oder einer Gemeinschaft (wie der Europäischen Union) stehen) kommen und einen Berufsabschluss (Berufsausbildung) mitbringen). Sie brauchen ebenfalls eine „volle“ Anerkennung. Erst dann können Sie eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis (Die Aufenthaltserlaubnis ist die Genehmigung, die Personen aus dem Ausland für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland benötigen. Aufenthaltserlaubnisse können als Visum, Aufenthaltserlaubnis, EU-Blaue Karte, Daueraufenthaltserlaubnis oder als Erlaubnis zum Daueraufenthalt in der EU erteilt werden) als Fachkraft bekommen.

Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Land kommen und Ihre Gleichwertigkeitsprüfung erhebliche Unterschiede ergeben hat, können Sie eine Aufenthaltserlaubnis zur Anerkennung Ihrer Berufsqualifikationen erhalten. Dies gilt unabhängig davon, ob der Beruf reglementiert ist oder nicht. Damit können Sie nach Deutschland reisen, um eine Ausgleichsmaßnahme oder eine Anpassungsqualifizierung zu absolvieren. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Teil “Visum zur Anerkennung von Berufsqualifikationen„.

Das Anerkennungsverfahren kann bis zu 600 Euro kosten, in Einzelfällen auch deutlich mehr. Darüber hinaus können für ein Anerkennungsverfahren zusätzliche Kosten entstehen, zum Beispiel für die Beschaffung von Unterlagen, Übersetzungen, Bescheinigungen und Reisekosten, eventuell auch für Ausgleichsmaßnahmen oder Anpassungsqualifizierungen. Möglicherweise haben Sie die Möglichkeit, für diese Kosten eine Finanzierung zu erhalten. Mehr Informationen finden Sie auf dem Portal „Anerkennung in Deutschland“.

Auf dem Informationsportal der Bundesregierung „Anerkennung in Deutschland“ können Sie konkrete Angaben zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in Deutschland aufspüren – zum Beispiel zum Ablauf des Anerkennungsverfahrens, zu den erforderlichen Unterlagen, zum Kontakt mit Beratungsstellen und zu Informationen über die Finanzierung der Anerkennung ausländischer Zeugnisse. Der „Anerkennungsfinder“ führt Sie mit wenigen Klicks zu der für Ihren Antrag auf Anerkennung zuständigen Stelle. Alle spezifischen Informationen, die Sie für Ihren Antrag benötigen, finden Sie ebenfalls im „Anerkennungsfinder“.

Das Portal ist in Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch und Türkisch zugänglich.

Das Portal ist zu erreichen unter: www.anendung-in-deutschland.de

Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kann Ihnen mit einer telefonischen Erstberatung weiterhelfen. Die Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter der nebenstehenden Rufnummer erreichbar: +49 30-1815-1111. Über diese Hotline erhalten Sie erste Informationen zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in Deutschland in deutscher oder englischer Sprache.

Sie werden an die Stelle für eingehende Beratung und Unterstützung während des Anerkennungsverfahrens Zentrale Servicestelle für berufliche Anerkennung (ZSBA) in der Bundesagentur für Arbeit entsandt. Sie können die ZSBA ebenfalls schnell unter der E-Mail-Adresse: recognition@arbeitsagentur.de kontaktieren. Die Beratungsfachkräfte des ZSBA unterstützen Sie bei der Beschaffung der erforderlichen Unterlagen, dem korrekten Ausfüllen der notwendigen Antragsunterlagen und der Kommunikation mit den zuständigen Behörden. Auf diese Weise können Anerkennungswillige ihr Projekt gezielt planen, Fehler in der Ausführung vermeiden und so Zeit sparen. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.

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