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Informationen über das Einwanderungsgesetz für qualifizierte Fachkräfte auf einen Blick

Was ändert sich mit dem Einwanderungsgesetz für qualifizierte Fachkräfte?

Das Einwanderungsgesetz für Fachkräfte erleichtert Fachkräften mit beruflicher, nicht-akademischer Ausbildung die Einwanderung zu Arbeitszwecken nach Deutschland. Bestehende Richtlinien für Fachkräfte mit Hochschulabschluss werden fortgeführt und zum Teil weiter gestrafft.

Das Einwanderungsgesetz für Fachkräfte entwickelt die Struktur für die Einwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Staaten außerhalb der EU nach Deutschland weiter. Hier finden Sie die wichtigsten Entwicklungen:

Definition von Fachkräften: Diese Personen werden im Rahmen des Einwanderungsgesetzes für Fachkräfte als Fachkräfte eingestuft:

Personen, die entweder eine qualifizierte Berufsausbildung in Deutschland abgeschlossen haben, für die in der Regel eine Vorbereitungszeit von mindestens zwei Jahren festgelegt ist, oder Personen, die eine solche im Ausland abgeschlossen haben. Es wurde eine berufliche Qualifikation erworben, die mit einer inländischen qualifizierten Berufsausbildung vergleichbar ist. Begrenztere ausländische Berufsausbildungen können mit einer qualifizierten Berufsausbildung an einer deutschen Hochschule vergleichbar sein, wenn die Ausbildung keine gravierenden Unterschiede aufweist oder diese angepasst wurden.

Personen mit einem Hochschulabschluss, der mit einem Hochschulabschluss in Deutschland vergleichbar ist.

Eintritt in den Arbeitsmarkt: Der Übergang in den Arbeitsmarkt wird vereinfacht: Die zertifizierte Fachkraft muss einen Arbeitsvertrag oder ein konkretes Beschäftigungsangebot und eine in Deutschland anerkannte Befähigung haben.  Die sogenannte Vorrangprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) entfällt. Das bedeutet, dass es derzeit nicht darauf ankommt, ob ein Bewerber aus Deutschland oder der EU für die jeweilige Tätigkeit zur Verfügung steht. Die Beurteilung der Arbeitsverhältnisse durch die BA erfolgt.

Niederlassungserlaubnis für Absolventen einer Berufsausbildung in Deutschland: Nach dem neuen Gesetz können ausländische Absolventen einer Berufsausbildung in Deutschland, wie Hochschulabsolventen, bereits nach zwei Jahren eine Niederlassungserlaubnis erhalten.

Beschäftigungsmöglichkeiten: Eine Fachkraft kann einen Beruf ausüben, für den sie aufgrund der erworbenen Fähigkeiten befähigt ist. Dies bedeutet, dass eine Tätigkeit in verwandten Berufen denkbar ist. Darüber hinaus können Fachkräfte mit einer schulischen Ausbildung nicht im Geringsten Aufgaben übernehmen, die einen Hochschulabschluss erfordern. Sie können ebenfalls in anderen qualifizierten Berufen eingesetzt werden, die im fachlichen Umfeld des Könnens liegen und für die in der Regel eine fachliche, nicht-akademische Ausbildung erforderlich ist. Ausgeschlossen sind Helfer- und angelernte Berufe, sie sollten zertifizierte Arbeiten sein. Für die Blaue Karte EU wird stets eine der fachlichen Eignung entsprechende Tätigkeit verlangt, die in der Regel einen akademischen Abschluss voraussetzt.

Fachkräfte mit Berufsausbildung: Die Arbeit von Fachkräften mit beruflicher, d.h. nicht-schulischer Ausbildung ist in der Regel nicht auf Berufe mit einem Mangel an Stellenangeboten beschränkt. Mit einer in Deutschland wahrgenommenen Berufsausbildung und der Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit wenden sich diese Fachkräfte zusätzlich an alle Berufe, zu denen ihre Fähigkeiten sie ermächtigen.

Sogar Fachkräfte mit einer qualifizierten Berufsausbildung dürfen zur Arbeitssuche ins Land kommen. Sie erhalten eine Aufenthaltserlaubnis für bis zu sechs Monate. Voraussetzung ist, dass die ausländische Qualifikation von der Fachkraft in Deutschland wahrgenommen wurde, der Lebensunterhalt für den Aufenthalt gesichert ist und deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen erforderlich sind. Eine Vorarbeit von bis zu zehn Stunden an sieben Tagen ist während des Beschäftigungsaufenthaltes denkbar. So können Arbeitgeber und ausländische Fachkräfte testen, ob sie zueinander passen. Eine Vorbeschäftigung wird zusätzlich für Fachkräfte mit anerkannter schulischer Ausbildung ermöglicht, die wie bisher ebenfalls bis zu 6 Monate zur Arbeitssuche nach Deutschland einreisen dürfen.

Niederlassungserlaubnis für Fachkräfte aus dem Ausland: Ausländische Fachkräfte können sich nach vier Jahren dauerhaft in Deutschland niederlassen.

Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen: Die Möglichkeiten, für Qualifizierungsmaßnahmen in Deutschland zu bleiben, werden erweitert. Voraussetzung dafür ist, dass ein Anerkennungsverfahren aus dem Ausland bei der zuständigen Fachkraft in Deutschland absolviert wurde, bei dem Defizite in der erworbenen ausländischen Qualifikation gegenüber der deutschen Ausbildung festgestellt wurden. Weitere Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums zur Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen sind u.a. Informationen in deutscher Sprache über die Befähigungsmaßnahme. Im Zweifelsfall sind dies ausreichende Informationen über die deutsche Sprache (bezieht sich auf das Sprachniveau A2). Aus diesem Grund kann beispielsweise die 18-monatige Aufenthaltserlaubnis nun um ein halbes Jahr auf maximal zwei Jahre verlängert werden. Nach Ablauf der Höchstdauer der Aufenthaltserlaubnis kann eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausbildung, zum Studium oder zur Arbeit erteilt werden.

Einreise zur Suche nach einem Ausbildungsplatz: Die Einreise zur Suche nach einem Studienplatz war für Studieninteressierte schon bisher möglich. Nach der neuen Richtlinie können Vorbereitungswillige auch zur Lehrstellensuche einreisen. Voraussetzungen sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2, ein Abschluss einer deutschen Auslandsschule oder ein Schulabschluss, der zur Hochschulreife berechtigt, ein Höchstalter von 25 Jahren und eine eigenständige Existenzsicherung.

Erweiterte Wechselmöglichkeiten für internationale Studierende in Deutschland:

Globale Studierende haben jetzt die Möglichkeit, noch vor Abschluss ihrer Prüfungen in andere Aufenthaltstitel zu wechseln. Sie können zum Beispiel, anstatt mit ihren Prüfungen fortzufahren, mit der Berufsvorbereitung beginnen und eine Aufenthaltserlaubnis für eine qualifizierte Ausbildung erhalten. Das Einwanderungsgesetz für Fachkräfte erweitert diese Wahlmöglichkeiten: Unter besonderen Umständen und nach Prüfung durch die BA kann ein Antrag auf Beschäftigung als Fachkraft derzeit auch während eines Studienaufenthaltes oder eines Aufenthaltes zur Berufsausbildung oder Weiterbildung anerkannt werden. Hinzu kommt der Wechsel zu einer Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer qualifizierten Beschäftigung.

Beschleunigtes Fachkräfteverfahren: Unternehmen können sich mit einer Vollmacht für das Fachkräftebeschleunigungsverfahren bei der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland anmelden, was die Dauer des Verwaltungsverfahrens bis zur Erteilung des Visums wesentlich abkürzt. Die damit verbundenen Daten und Schritte sind von Bedeutung:

Zwischen dem Unternehmen und der Einwanderungsbehörde sollte eine Vereinbarung abgeschlossen werden, die u.a. die Zustimmungen und Zusagen des Unternehmens, des Sachbearbeiters und der beteiligten Behörden ( Einwanderungsbehörde, Bundesagentur für Arbeit, Anerkennungsstellen, diplomatische Vertretung ) sowie eine Darstellung der Abläufe einschließlich der Einschluss- und Ausschlusszeiten enthält.

Die Ausländerbehörde ermahnt den Betrieb, unterstützt ihn bei der Durchführung des Verfahrens zur Anerkennung der ausländischen Qualifikation der Fachkraft, holt die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ein und prüft die Erfordernisse für die Überlassung von Ausländern. Die Anerkennungsstellen und die Bundesagentur für Arbeit müssen innerhalb bestimmter Fristen entscheiden.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, stellt die Einwanderungsbehörde eine angebliche Vorabgenehmigung aus, die dem Arbeitgeber zur Weiterleitung an den Spezialisten übermittelt wird. Diese vereinbaren dann einen Termin mit der diplomatischen Vertretung, um ein Visum zu beantragen, was innerhalb von drei Wochen oder weniger geschieht. Bei diesem Termin sollte die erste Vorabgenehmigung zusammen mit anderen für den Visumantrag erforderlichen Dokumenten vorgelegt werden.

Nachdem der Spezialist den vollständigen Visumantrag zusammengestellt hat, wird in der Regel innerhalb von drei Wochen über ihn entschieden.

In das beschleunigte Verfahren für Fachkräfte werden auch der Ehepartner und die unverheirateten minderjährigen Kinder des Facharbeiters einbezogen, sofern sie die rechtmäßigen Voraussetzungen für die Familienzusammenführung erfüllen.

Die Gebühr für das beschleunigte Fachverfahren bei der Ausländerbehörde beträgt 411 Euro. Hinzu kommen eine Visumgebühr von 75 Euro sowie die Kosten für die Anerkennung der Qualifikation. Alles Wissenswerte über das Verfahren finden Sie in der Sektion „Regulierung von Einwanderung und Beschäftigung“: Das beschleunigte Fachkräfteverfahren.

Anerkennung ausländischer Abschlüsse: Sie sollten zunächst Ihren ausländischen Abschluss anerkennen lassen. Grundlegende Informationen zum Anerkennungsverfahren und zur Einwanderung nach Deutschland erhalten Sie bei der Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“. Weitere Daten zu diesem Verfahren finden Sie im Bereich „Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse“.“Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse„.

Sprachkenntnisse: Sprachkenntnisse sind insbesondere für die Einreise zur Suche nach einem Ausbildungsplatz oder zur Suche nach einem Arbeitsplatz als Fachkraft mit Berufsausbildung, aber auch für einen Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen erforderlich. Weitere Informationen zu Lernangeboten finden Sie unter der Sektion „Deutsch lernen„.

Wenn Sie sich noch in Ihrem Herkunftsland befinden, sind die deutschen diplomatischen Vertretungen für die Erteilung des erforderlichen Visums zuständig. Die Adressen der deutschen Organisationen in Ihrer Nähe können Sie auf der weltkarte einsehen

Wenn Sie derzeit in Deutschland leben, sollten Sie sich bei Fragen zu Aufenthalt und Visum an die örtliche Ausländerbehörde wenden. Die für Sie zuständige Behörde können Sie hier ausfindig machen.

Weitere Informationen zu den aktuellen Visabestimmungen finden Sie in unserer Sektion Visum”.

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